{"id":30427,"date":"2016-01-05T17:40:17","date_gmt":"2016-01-05T16:40:17","guid":{"rendered":"https:\/\/oneearth-oneocean.com\/2016\/01\/05\/luebecker-schiff-soll-ozeane-von-plastikmuell-saeubern\/"},"modified":"2022-12-20T22:20:38","modified_gmt":"2022-12-20T21:20:38","slug":"luebecker-schiff-soll-ozeane-von-plastikmuell-saeubern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oneearth-oneocean.com\/en\/presseberichte-en\/2016\/luebecker-schiff-soll-ozeane-von-plastikmuell-saeubern\/","title":{"rendered":"L\u00fcbecker Schiff soll Ozeane von Plastikm\u00fcll s\u00e4ubern"},"content":{"rendered":"<h2><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1995\" src=\"http:\/\/staging.oneearth-oneocean.com\/wp-content\/uploads\/index-300x112.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"112\" \/><\/h2>\n<h4>Eine kleine Werft aus Norddeutschland hat sich der Plastikproblematik der Meere angenommen. Dort entsteht derzeit ein M\u00fcllsammel-Katamaran mit dem Namen \u201eSeekuh\u201c. Die Konstruktion ist raffiniert.<\/h4>\n<p>Welt.de, 03.01.2016<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/article150548030\/Luebecker-Schiff-soll-Ozeane-von-Plastikmuell-saeubern.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Artikel auf welt.de lesen<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p><span class=\"c-article-text__drop-cap\">P<\/span>lastikm\u00fcll im Meer ist ein ernstes Problem. Darauf weisen Wissenschaftler und Umweltschutzorganisationen seit Jahren hin. Auf einer kleinen L\u00fcbecker Werft entsteht derzeit ein Schiff, das helfen soll, die Menge des im Meer\u00a0<a class=\"o-link\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/muell\/\" name=\"inlineLink_\">treibenden Plastikabfalls<\/a>\u00a0zu reduzieren. Im Auftrag des Vereins One Earth \u2013 One Ocean baut die Werft gegen\u00fcber der L\u00fcbecker Altstadt den Katamaran \u201e<a class=\"o-link\" title=\"Bilder und Informationen zu Seek\u00fchen finden Sie in unserem Themenspecial.\" href=\"http:\/\/www.welt.de\/themen\/seekuehe\/\" name=\"inlineLink_\">Seekuh<\/a>\u201c. \u201eVon Sommer 2016 an soll die ,Seekuh\u2019 als M\u00fcllabfuhr der Meere im Einsatz sein\u201c, sagt der Vorsitzende von One Earth \u2013 One Ocean, G\u00fcnther Bonin.<\/p>\n<p>Er hat das Schiff zusammen mit dem Kieler Ingenieur Dirk Lindenau und der Werft entwickelt. \u201eZwischen den jeweils zw\u00f6lf Meter langen R\u00fcmpfen wird eine bewegliche Netzkonstruktion angebracht. Damit fischen wir\u00a0<a class=\"o-link\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/umwelt\/article147950513\/Plastikabfaelle-haben-nun-auch-die-Arktis-erreicht.html\" name=\"inlineLink_\">an der Wasseroberfl\u00e4che treibende Kunststoffteile<\/a>\u00a0ab, w\u00e4hrend sich der Katamaran mit einer Geschwindigkeit von etwa zwei Knoten, also knapp vier Kilometern pro Stunde \u00fcbers Wasser bewegt\u201c, sagt Bonin. Angetrieben werden soll der Katamaran mit Solarenergie.<\/p>\n<p>Eine besondere Herausforderung f\u00fcr die Schiffbauer ist die Vorgabe, dass der Katamaran zerlegbar sein muss. \u201eSeine acht Module k\u00f6nnen in Container verpackt und so an jeden Ort der Erde gebracht werden\u201c, sagt Lindenau. Pro Fahrt kann die \u201eSeekuh\u201c rund zwei Tonnen M\u00fcll aufnehmen, der dann an Land recycelt werden soll. \u201eDer Katamaran ist haupts\u00e4chlich f\u00fcr den Einsatz in K\u00fcstenn\u00e4he und auf Binnengew\u00e4ssern gedacht, denn die Netze reichen nur etwa drei bis vier Meter tief\u201c, sagt Lindenau.<\/p>\n<p>Rund 250.000 Euro kostet der Katamaran. Wenn sich der Prototyp bew\u00e4hrt, will Bonin weitere\u00a0<a class=\"o-link\" title=\"Bilder und Informationen zu Seek\u00fchen finden Sie in unserem Themenspecial.\" href=\"http:\/\/www.welt.de\/themen\/seekuehe\/\" name=\"inlineLink_\">Seek\u00fche<\/a>\u00a0in Auftrag geben. \u201eWir sind sehr stolz auf diesen innovativen Auftrag\u201c, sagt Werft-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Till Schulze-Hagenest. Seine L\u00fcbeck Yacht Trave Schiff GmbH hat sich unter anderem auf den Bau von Arbeitsschiffen spezialisiert. \u201eDer Katamaran ist eine spannende Herausforderung\u201c, meint Schulze-Hagenest.<\/p>\n<h3 class=\"o-headline\">J\u00e4hrlich zehn Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen<\/h3>\n<p>Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) begr\u00fc\u00dft die Idee, gro\u00dfe Plastikteile, den sogenannten Makrom\u00fcll, aus dem Meer zu fischen. \u201eDas Abfischen von Mikroplastik sehen wir dagegen kritisch, weil dadurch die \u00f6kologischen Grundlagen des Lebens im Meer zerst\u00f6rt werden k\u00f6nnen\u201c, sagte der Meeresschutzexperte des Nabu, Kim Cornelius Detloff. Der Verband organisiert seit Jahren die M\u00fcllsammelaktion \u201eFishing for Litter\u201c, bei der Fischer den in ihren Netzen landenden Plastikm\u00fcll kostenlos in H\u00e4fen entsorgen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nach Angaben von Umweltschutzorganisationen landen j\u00e4hrlich etwa zehn Millionen Tonnen Plastikabf\u00e4lle in den Ozeanen. \u201eSie bilden eine gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr Seev\u00f6gel und Meerestiere, die sich in Plastikteilen verheddern oder sie mit Nahrung verwechseln und verschlucken. Au\u00dferdem gelangen winzige Kunststoffpartikel, die unter anderem krebserregend sein k\u00f6nnen, in die Nahrungskette\u201c, sagt Stephan Lutter, Meeresschutzexperte des WWF. \u201eVon daher ist solch ein M\u00fcllsammelschiff allemal einen Versuch wert\u201c, sagt er.<\/p>\n<p>Gleichzeitig m\u00fcsse man aber daf\u00fcr sorgen, dass der M\u00fcll gar nicht erst ins Meer gelangt, fordert er. \u201eEs braucht unter anderem Geld und Wissenstransfer f\u00fcr den Aufbau eines funktionierenden Kreislaufwirtschaftssystem in S\u00fcdostasien\u201c, sagt Lutter. Bonin plant unterdessen schon ein neues Projekt. Der \u201eSee-Elefant\u201c soll Plastikm\u00fcll einsammeln und ihn in Energie umwandeln, sich also gewisserma\u00dfen mit dem M\u00fcll selber antreiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine kleine Werft aus Norddeutschland hat sich der Plastikproblematik der Meere angenommen. Dort entsteht derzeit ein M\u00fcllsammel-Katamaran mit dem Namen \u201eSeekuh\u201c. Die Konstruktion ist raffiniert. Welt.de, 03.01.2016 Artikel auf welt.de lesen Plastikm\u00fcll im Meer ist ein ernstes Problem. Darauf weisen Wissenschaftler und Umweltschutzorganisationen seit Jahren hin. Auf einer kleinen L\u00fcbecker Werft entsteht derzeit ein Schiff, das helfen soll, die Menge des im Meer\u00a0treibenden Plastikabfalls\u00a0zu reduzieren. Im Auftrag des Vereins One Earth \u2013 One Ocean baut die Werft gegen\u00fcber der L\u00fcbecker Altstadt den Katamaran \u201eSeekuh\u201c. \u201eVon Sommer 2016 an soll die ,Seekuh\u2019 als M\u00fcllabfuhr der Meere im Einsatz sein\u201c, sagt der Vorsitzende von One Earth \u2013 One Ocean, G\u00fcnther Bonin. Er hat das Schiff zusammen mit dem Kieler Ingenieur Dirk Lindenau und der Werft entwickelt. \u201eZwischen den jeweils zw\u00f6lf Meter langen R\u00fcmpfen wird eine bewegliche Netzkonstruktion angebracht. Damit fischen wir\u00a0an der Wasseroberfl\u00e4che treibende Kunststoffteile\u00a0ab, w\u00e4hrend sich der Katamaran mit einer Geschwindigkeit von etwa zwei Knoten, also knapp vier Kilometern pro Stunde \u00fcbers Wasser bewegt\u201c, sagt Bonin. Angetrieben werden soll der Katamaran mit Solarenergie. Eine besondere Herausforderung f\u00fcr die Schiffbauer ist die Vorgabe, dass der Katamaran zerlegbar sein muss. \u201eSeine acht Module k\u00f6nnen in Container verpackt und so an jeden Ort der Erde gebracht werden\u201c, sagt Lindenau. Pro Fahrt kann die \u201eSeekuh\u201c rund zwei Tonnen M\u00fcll aufnehmen, der dann an Land recycelt werden soll. \u201eDer Katamaran ist haupts\u00e4chlich f\u00fcr den Einsatz in K\u00fcstenn\u00e4he und auf Binnengew\u00e4ssern gedacht, denn die Netze reichen nur etwa drei bis vier Meter tief\u201c, sagt Lindenau. Rund 250.000 Euro kostet der Katamaran. Wenn sich der Prototyp bew\u00e4hrt, will Bonin weitere\u00a0Seek\u00fche\u00a0in Auftrag geben. \u201eWir sind sehr stolz auf diesen innovativen Auftrag\u201c, sagt Werft-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Till Schulze-Hagenest. Seine L\u00fcbeck Yacht Trave Schiff GmbH hat sich unter anderem auf den Bau von Arbeitsschiffen spezialisiert. \u201eDer Katamaran ist eine spannende Herausforderung\u201c, meint Schulze-Hagenest. J\u00e4hrlich zehn Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) begr\u00fc\u00dft die Idee, gro\u00dfe Plastikteile, den sogenannten Makrom\u00fcll, aus dem Meer zu fischen. \u201eDas Abfischen von Mikroplastik sehen wir dagegen kritisch, weil dadurch die \u00f6kologischen Grundlagen des Lebens im Meer zerst\u00f6rt werden k\u00f6nnen\u201c, sagte der Meeresschutzexperte des Nabu, Kim Cornelius Detloff. Der Verband organisiert seit Jahren die M\u00fcllsammelaktion \u201eFishing for Litter\u201c, bei der Fischer den in ihren Netzen landenden Plastikm\u00fcll kostenlos in H\u00e4fen entsorgen k\u00f6nnen. Nach Angaben von Umweltschutzorganisationen landen j\u00e4hrlich etwa zehn Millionen Tonnen Plastikabf\u00e4lle in den Ozeanen. \u201eSie bilden eine gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr Seev\u00f6gel und Meerestiere, die sich in Plastikteilen verheddern oder sie mit Nahrung verwechseln und verschlucken. Au\u00dferdem gelangen winzige Kunststoffpartikel, die unter anderem krebserregend sein k\u00f6nnen, in die Nahrungskette\u201c, sagt Stephan Lutter, Meeresschutzexperte des WWF. \u201eVon daher ist solch ein M\u00fcllsammelschiff allemal einen Versuch wert\u201c, sagt er. Gleichzeitig m\u00fcsse man aber daf\u00fcr sorgen, dass der M\u00fcll gar nicht erst ins Meer gelangt, fordert er. \u201eEs braucht unter anderem Geld und Wissenstransfer f\u00fcr den Aufbau eines funktionierenden Kreislaufwirtschaftssystem in S\u00fcdostasien\u201c, sagt Lutter. Bonin plant unterdessen schon ein neues Projekt. Der \u201eSee-Elefant\u201c soll Plastikm\u00fcll einsammeln und ihn in Energie umwandeln, sich also gewisserma\u00dfen mit dem M\u00fcll selber antreiben.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2184],"tags":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v24.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>L\u00fcbecker Schiff soll Ozeane von Plastikm\u00fcll s\u00e4ubern - One Earth - One Ocean e. 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Eine besondere Herausforderung f\u00fcr die Schiffbauer ist die Vorgabe, dass der Katamaran zerlegbar sein muss. \u201eSeine acht Module k\u00f6nnen in Container verpackt und so an jeden Ort der Erde gebracht werden\u201c, sagt Lindenau. Pro Fahrt kann die \u201eSeekuh\u201c rund zwei Tonnen M\u00fcll aufnehmen, der dann an Land recycelt werden soll. \u201eDer Katamaran ist haupts\u00e4chlich f\u00fcr den Einsatz in K\u00fcstenn\u00e4he und auf Binnengew\u00e4ssern gedacht, denn die Netze reichen nur etwa drei bis vier Meter tief\u201c, sagt Lindenau. Rund 250.000 Euro kostet der Katamaran. Wenn sich der Prototyp bew\u00e4hrt, will Bonin weitere\u00a0Seek\u00fche\u00a0in Auftrag geben. \u201eWir sind sehr stolz auf diesen innovativen Auftrag\u201c, sagt Werft-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Till Schulze-Hagenest. Seine L\u00fcbeck Yacht Trave Schiff GmbH hat sich unter anderem auf den Bau von Arbeitsschiffen spezialisiert. \u201eDer Katamaran ist eine spannende Herausforderung\u201c, meint Schulze-Hagenest. J\u00e4hrlich zehn Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) begr\u00fc\u00dft die Idee, gro\u00dfe Plastikteile, den sogenannten Makrom\u00fcll, aus dem Meer zu fischen. \u201eDas Abfischen von Mikroplastik sehen wir dagegen kritisch, weil dadurch die \u00f6kologischen Grundlagen des Lebens im Meer zerst\u00f6rt werden k\u00f6nnen\u201c, sagte der Meeresschutzexperte des Nabu, Kim Cornelius Detloff. Der Verband organisiert seit Jahren die M\u00fcllsammelaktion \u201eFishing for Litter\u201c, bei der Fischer den in ihren Netzen landenden Plastikm\u00fcll kostenlos in H\u00e4fen entsorgen k\u00f6nnen. Nach Angaben von Umweltschutzorganisationen landen j\u00e4hrlich etwa zehn Millionen Tonnen Plastikabf\u00e4lle in den Ozeanen. \u201eSie bilden eine gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr Seev\u00f6gel und Meerestiere, die sich in Plastikteilen verheddern oder sie mit Nahrung verwechseln und verschlucken. Au\u00dferdem gelangen winzige Kunststoffpartikel, die unter anderem krebserregend sein k\u00f6nnen, in die Nahrungskette\u201c, sagt Stephan Lutter, Meeresschutzexperte des WWF. \u201eVon daher ist solch ein M\u00fcllsammelschiff allemal einen Versuch wert\u201c, sagt er. Gleichzeitig m\u00fcsse man aber daf\u00fcr sorgen, dass der M\u00fcll gar nicht erst ins Meer gelangt, fordert er. \u201eEs braucht unter anderem Geld und Wissenstransfer f\u00fcr den Aufbau eines funktionierenden Kreislaufwirtschaftssystem in S\u00fcdostasien\u201c, sagt Lutter. Bonin plant unterdessen schon ein neues Projekt. 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Auf einer kleinen L\u00fcbecker Werft entsteht derzeit ein Schiff, das helfen soll, die Menge des im Meer\u00a0treibenden Plastikabfalls\u00a0zu reduzieren. Im Auftrag des Vereins One Earth \u2013 One Ocean baut die Werft gegen\u00fcber der L\u00fcbecker Altstadt den Katamaran \u201eSeekuh\u201c. \u201eVon Sommer 2016 an soll die ,Seekuh\u2019 als M\u00fcllabfuhr der Meere im Einsatz sein\u201c, sagt der Vorsitzende von One Earth \u2013 One Ocean, G\u00fcnther Bonin. Er hat das Schiff zusammen mit dem Kieler Ingenieur Dirk Lindenau und der Werft entwickelt. \u201eZwischen den jeweils zw\u00f6lf Meter langen R\u00fcmpfen wird eine bewegliche Netzkonstruktion angebracht. Damit fischen wir\u00a0an der Wasseroberfl\u00e4che treibende Kunststoffteile\u00a0ab, w\u00e4hrend sich der Katamaran mit einer Geschwindigkeit von etwa zwei Knoten, also knapp vier Kilometern pro Stunde \u00fcbers Wasser bewegt\u201c, sagt Bonin. Angetrieben werden soll der Katamaran mit Solarenergie. Eine besondere Herausforderung f\u00fcr die Schiffbauer ist die Vorgabe, dass der Katamaran zerlegbar sein muss. \u201eSeine acht Module k\u00f6nnen in Container verpackt und so an jeden Ort der Erde gebracht werden\u201c, sagt Lindenau. Pro Fahrt kann die \u201eSeekuh\u201c rund zwei Tonnen M\u00fcll aufnehmen, der dann an Land recycelt werden soll. \u201eDer Katamaran ist haupts\u00e4chlich f\u00fcr den Einsatz in K\u00fcstenn\u00e4he und auf Binnengew\u00e4ssern gedacht, denn die Netze reichen nur etwa drei bis vier Meter tief\u201c, sagt Lindenau. Rund 250.000 Euro kostet der Katamaran. Wenn sich der Prototyp bew\u00e4hrt, will Bonin weitere\u00a0Seek\u00fche\u00a0in Auftrag geben. \u201eWir sind sehr stolz auf diesen innovativen Auftrag\u201c, sagt Werft-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Till Schulze-Hagenest. Seine L\u00fcbeck Yacht Trave Schiff GmbH hat sich unter anderem auf den Bau von Arbeitsschiffen spezialisiert. \u201eDer Katamaran ist eine spannende Herausforderung\u201c, meint Schulze-Hagenest. J\u00e4hrlich zehn Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) begr\u00fc\u00dft die Idee, gro\u00dfe Plastikteile, den sogenannten Makrom\u00fcll, aus dem Meer zu fischen. \u201eDas Abfischen von Mikroplastik sehen wir dagegen kritisch, weil dadurch die \u00f6kologischen Grundlagen des Lebens im Meer zerst\u00f6rt werden k\u00f6nnen\u201c, sagte der Meeresschutzexperte des Nabu, Kim Cornelius Detloff. Der Verband organisiert seit Jahren die M\u00fcllsammelaktion \u201eFishing for Litter\u201c, bei der Fischer den in ihren Netzen landenden Plastikm\u00fcll kostenlos in H\u00e4fen entsorgen k\u00f6nnen. Nach Angaben von Umweltschutzorganisationen landen j\u00e4hrlich etwa zehn Millionen Tonnen Plastikabf\u00e4lle in den Ozeanen. \u201eSie bilden eine gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr Seev\u00f6gel und Meerestiere, die sich in Plastikteilen verheddern oder sie mit Nahrung verwechseln und verschlucken. Au\u00dferdem gelangen winzige Kunststoffpartikel, die unter anderem krebserregend sein k\u00f6nnen, in die Nahrungskette\u201c, sagt Stephan Lutter, Meeresschutzexperte des WWF. \u201eVon daher ist solch ein M\u00fcllsammelschiff allemal einen Versuch wert\u201c, sagt er. Gleichzeitig m\u00fcsse man aber daf\u00fcr sorgen, dass der M\u00fcll gar nicht erst ins Meer gelangt, fordert er. \u201eEs braucht unter anderem Geld und Wissenstransfer f\u00fcr den Aufbau eines funktionierenden Kreislaufwirtschaftssystem in S\u00fcdostasien\u201c, sagt Lutter. Bonin plant unterdessen schon ein neues Projekt. 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