{"id":29825,"date":"2018-05-14T09:52:07","date_gmt":"2018-05-14T07:52:07","guid":{"rendered":"https:\/\/oneearth-oneocean.com\/2018\/05\/14\/mannheimer-morgen-seekuh-raeumt-weltmeere-auf\/"},"modified":"2023-07-05T08:09:32","modified_gmt":"2023-07-05T06:09:32","slug":"mannheimer-morgen-seekuh-raeumt-weltmeere-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oneearth-oneocean.com\/en\/news\/2018\/mannheimer-morgen-seekuh-raeumt-weltmeere-auf\/","title":{"rendered":"Mannheimer Morgen: Seekuh r\u00e4umt Weltmeere auf"},"content":{"rendered":"<p class=\"nfy-ar-kicker\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3147\" src=\"http:\/\/staging.oneearth-oneocean.com\/wp-content\/uploads\/mamo-logo.png\" alt=\"\" width=\"445\" height=\"105\" \/><\/p>\n<p class=\"nfy-ar-kicker\">Der <a href=\"https:\/\/www.morgenweb.de\/mannheimer-morgen_artikel,-ludwigshafen-seekuh-raeumt-weltmeere-auf-_arid,1249297.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mannheimer Morgen <\/a>berichtet am 14.05.18 \u00fcber die SEEKUH in Hongkong<\/p>\n<p class=\"nfy-ar-kicker\">Seekuh r\u00e4umt Weltmeere auf<\/p>\n<p class=\"nfy-ar-kicker\">Umwelt Verein will Plastik aus Ozeanen fischen \/ In Hongkong k\u00fcmmern sich Ludwigshafener Ulli und Holger Borchert um das Projekt<\/p>\n<p class=\"ar-p\"><span class=\"nfy-location\">Ludwigshafen\/Hongkong.<\/span>In den Weltmeeren schwimmen gesch\u00e4tzte 140 Millionen Tonnen Plastikm\u00fcll. Die \u201eSeekuh\u201c soll ihn \u201eweggrasen\u201c. Das zumindest ist die Idee des Vereins \u201eOne Earth \u2013 One Ocean\u201c. Die Seekuh ist ein Schiff in Katamaran-Form, zw\u00f6lf mal zehn Meter gro\u00df, das in Buchten, Flussm\u00fcndungen und entlang von K\u00fcsten T\u00fcten, Flaschen und Folien aus dem Wasser fischen soll. Zwischen den beiden R\u00fcmpfen h\u00e4ngen speziell entwickelte Netze, die den M\u00fcll in bis zu vier Metern Tiefe einsammeln k\u00f6nnen. \u201eEine Seekuh reicht aber nicht, wir br\u00e4uchten 5000, um das Problem zu beseitigen\u201c, sagt Holger Borchert. \u201edann w\u00e4ren in zehn Jahren die Meere wieder sauber.\u201c<\/p>\n<p class=\"ar-p\">\u201eOne Earth \u2013 One Ocean\u201c wurde 2011 vom deutschen Unternehmer und Freizeitsegler G\u00fcnther Bonin gegr\u00fcndet. Holger Borchert und seine Frau Ulli vertreten den Verein in Hongkong. Ulli Borchert stammt urspr\u00fcnglich aus Frankenthal, Holger Borchert aus Ludwigshafen. \u201eIch bin geborener und 100-prozentiger Pf\u00e4lzer\u201c, sagt Borchert \u2013 obwohl er bereits seit Jahrzehnten in Asien unterwegs ist. Seit sieben Jahren leben die Borcherts auf der Insel Lantau. Holger Borchert ist selbstst\u00e4ndiger Unternehmer, doch seine Leidenschaft und Zeit gilt nun vor allem der Beseitigung des Plastikabfalls.<\/p>\n<div id=\"traffective-ad-Rollover\" class=\"nfy-ad-unit Rollover\" data-google-query-id=\"CLj7uqDahNsCFdKYdwodeHQOJg\"><\/div>\n<p class=\"ar-p\">Der Stapellauf der Seekuh war 2016 in L\u00fcbeck, erstmals aktiv zum Einsatz kommt die schwimmende M\u00fcllabfuhr in diesem Fr\u00fchjahr in Hongkong. \u201eDas Schiff hat den Vorteil, dass es flexibel einsetzbar ist. Es kann auseinandergeschraubt, in Container verpackt und an die Orte verschifft werden, wo es aufr\u00e4umen soll\u201c, so Borchert.<\/p>\n<h3><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3148\" src=\"http:\/\/staging.oneearth-oneocean.com\/wp-content\/uploads\/1267593_2_nocroparticledetail_img_03925836.jpg\" alt=\"\" width=\"860\" height=\"563\" \/><\/h3>\n<h3>Keine Recyclinganlagen<\/h3>\n<p class=\"ar-p\">\u201eAber warum ausgerechnet Hongkong?\u201c, will eine Sch\u00fclergruppe wissen, die zum Hebe Haven Yacht Club in Sai Kung gekommen ist, um die Seekuh zu betrachten. Weil Hongkong ein M\u00fcllproblem hat, wie Borchert erkl\u00e4rt. \u201eViele L\u00e4nder in Asien verf\u00fcgen \u00fcber keine oder nicht gen\u00fcgend Recyclinganlagen, die Abf\u00e4lle landen unsortiert auf den M\u00fcllkippen oder einfach auf der Stra\u00dfe, werden in Fl\u00fcsse geworfen und schwimmen von dort ins Meer.\u201c<\/p>\n<p class=\"ar-p\">Tats\u00e4chlich kommt der Bau einer M\u00fcllverbrennungsanlage in Hongkong, der Mega-Metropole am Perlflussdelta, seit Jahren nicht voran. Die M\u00fcllkippen quellen \u00fcber, schon bald wird dort kein Platz mehr sein. In den Nachbarl\u00e4ndern sieht es \u00e4hnlich aus. Laut einer Studie der \u201eOcean Conservancy\u201c stammt 60 Prozent des Plastikm\u00fclls in den Ozeanen aus f\u00fcnf L\u00e4ndern: China, Indonesien, den Philippinen, Thailand und Vietnam.<\/p>\n<p class=\"ar-p\">Wie lange die Plastikbecher, -flaschen, -t\u00fcten in den Ozeanen umherschwimmen, will Borchert von den Sch\u00fclern wissen. \u201eLange\u201c, sagen die. \u201eSehr lange\u201c, sagt Borchert. \u201ebis zu 450 Jahre.\u201c Das, was nicht an Land gesp\u00fclt wird, treibt als gewaltiger Plastikstrudel in den Weltmeeren. Von diesen M\u00fcllhalden gibt es mehrere, der gr\u00f6\u00dfte M\u00fcllstrudel zwischen Hawaii und Kalifornien umfasst die vierfache Fl\u00e4che von Deutschland. Im Jahr 2050 werden \u2013 gemessen am Gewicht \u2013 genauso viele Plastikabf\u00e4lle im Meer schwimmen wie Fische.<\/p>\n<p class=\"ar-p\">Eine Mission von \u201eOne Earth \u2013 One Ocean\u201c ist darum auch, \u00fcberhaupt ein Bewusstsein f\u00fcr das Problem zu schaffen. \u201eBevor die Seekuh nach Hongkong transportiert wurde, haben wir mit vielen Leuten gesprochen. \u201aWieso Plastikm\u00fcll \u2013 wir haben hier kein M\u00fcllproblem\u2019, haben uns manche gesagt\u201c, erz\u00e4hlt Ulli Borchert. Von Hongkong aus wird die Seekuh weiter nach Singapur und Jakarta (Indonesien) fahren; sp\u00e4ter folgen Manila (Philippinen) und das Mekong-Delta (Vietnam).<\/p>\n<p class=\"ar-p\">Damit ist die Mission jedoch nicht beendet. Denn das \u201eAbgrasen\u201c des M\u00fclls wird nicht reichen. \u201eWas passiert mit dem ganzen Plastik, wenn er in den Netzen ist?\u201c, wollen die Kinder wissen, als sie endlich auf die Seekuh steigen d\u00fcrfen. Holger Borchert deutet auf die gelben M\u00fclltonnen an Bord. \u201eNoch haben wir keine andere M\u00f6glichkeit, als die Abf\u00e4lle auf der M\u00fcllkippe zu entsorgen\u201c, sagt Borchert. Langfristig will \u201eOne Earth \u2013 One Ocean\u201c eine unabh\u00e4ngige maritime M\u00fcllabfuhr aufbauen. Schiffe \u2013 genannt \u201eSeefarmer\u201c \u2013 sollen die vollen Netze von den Seek\u00fchen einsammeln und zu den \u201eSeeelefanten\u201c transportieren, wo das Plastik in einer Ver\u00f6lungsanlage in schwefelfreies Heiz\u00f6l verwandelt wird. \u201eDas kann dann verkauft oder f\u00fcr den Antrieb der Schiffe genutzt werden.\u201c Um das zu realisieren, braucht der Verein vor allem eines: Geld. \u201eDie Investitionen sind jedoch vergleichsweise gering\u201c, so Borchert, \u201ejede Finanzkrise kostet ein Hundertfaches.\u201c<\/p>\n<div class=\"nfy-copyright\">\u00a9 Mannheimer Morgen, Montag, 14.05.2018<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Mannheimer Morgen berichtet am 14.05.18 \u00fcber die SEEKUH in Hongkong Seekuh r\u00e4umt Weltmeere auf Umwelt Verein will Plastik aus Ozeanen fischen \/ In Hongkong k\u00fcmmern sich Ludwigshafener Ulli und Holger Borchert um das Projekt Ludwigshafen\/Hongkong.In den Weltmeeren schwimmen gesch\u00e4tzte 140 Millionen Tonnen Plastikm\u00fcll. 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Die Seekuh ist ein Schiff in Katamaran-Form, zw\u00f6lf mal zehn Meter gro\u00df, das in Buchten, Flussm\u00fcndungen und entlang von K\u00fcsten T\u00fcten, Flaschen und Folien aus dem Wasser fischen soll. Zwischen den beiden R\u00fcmpfen h\u00e4ngen speziell entwickelte Netze, die den M\u00fcll in bis zu vier Metern Tiefe einsammeln k\u00f6nnen. \u201eEine Seekuh reicht aber nicht, wir br\u00e4uchten 5000, um das Problem zu beseitigen\u201c, sagt Holger Borchert. \u201edann w\u00e4ren in zehn Jahren die Meere wieder sauber.\u201c \u201eOne Earth \u2013 One Ocean\u201c wurde 2011 vom deutschen Unternehmer und Freizeitsegler G\u00fcnther Bonin gegr\u00fcndet. Holger Borchert und seine Frau Ulli vertreten den Verein in Hongkong. Ulli Borchert stammt urspr\u00fcnglich aus Frankenthal, Holger Borchert aus Ludwigshafen. \u201eIch bin geborener und 100-prozentiger Pf\u00e4lzer\u201c, sagt Borchert \u2013 obwohl er bereits seit Jahrzehnten in Asien unterwegs ist. Seit sieben Jahren leben die Borcherts auf der Insel Lantau. Holger Borchert ist selbstst\u00e4ndiger Unternehmer, doch seine Leidenschaft und Zeit gilt nun vor allem der Beseitigung des Plastikabfalls. Der Stapellauf der Seekuh war 2016 in L\u00fcbeck, erstmals aktiv zum Einsatz kommt die schwimmende M\u00fcllabfuhr in diesem Fr\u00fchjahr in Hongkong. \u201eDas Schiff hat den Vorteil, dass es flexibel einsetzbar ist. Es kann auseinandergeschraubt, in Container verpackt und an die Orte verschifft werden, wo es aufr\u00e4umen soll\u201c, so Borchert. Keine Recyclinganlagen \u201eAber warum ausgerechnet Hongkong?\u201c, will eine Sch\u00fclergruppe wissen, die zum Hebe Haven Yacht Club in Sai Kung gekommen ist, um die Seekuh zu betrachten. Weil Hongkong ein M\u00fcllproblem hat, wie Borchert erkl\u00e4rt. \u201eViele L\u00e4nder in Asien verf\u00fcgen \u00fcber keine oder nicht gen\u00fcgend Recyclinganlagen, die Abf\u00e4lle landen unsortiert auf den M\u00fcllkippen oder einfach auf der Stra\u00dfe, werden in Fl\u00fcsse geworfen und schwimmen von dort ins Meer.\u201c Tats\u00e4chlich kommt der Bau einer M\u00fcllverbrennungsanlage in Hongkong, der Mega-Metropole am Perlflussdelta, seit Jahren nicht voran. Die M\u00fcllkippen quellen \u00fcber, schon bald wird dort kein Platz mehr sein. In den Nachbarl\u00e4ndern sieht es \u00e4hnlich aus. Laut einer Studie der \u201eOcean Conservancy\u201c stammt 60 Prozent des Plastikm\u00fclls in den Ozeanen aus f\u00fcnf L\u00e4ndern: China, Indonesien, den Philippinen, Thailand und Vietnam. Wie lange die Plastikbecher, -flaschen, -t\u00fcten in den Ozeanen umherschwimmen, will Borchert von den Sch\u00fclern wissen. \u201eLange\u201c, sagen die. \u201eSehr lange\u201c, sagt Borchert. \u201ebis zu 450 Jahre.\u201c Das, was nicht an Land gesp\u00fclt wird, treibt als gewaltiger Plastikstrudel in den Weltmeeren. Von diesen M\u00fcllhalden gibt es mehrere, der gr\u00f6\u00dfte M\u00fcllstrudel zwischen Hawaii und Kalifornien umfasst die vierfache Fl\u00e4che von Deutschland. Im Jahr 2050 werden \u2013 gemessen am Gewicht \u2013 genauso viele Plastikabf\u00e4lle im Meer schwimmen wie Fische. Eine Mission von \u201eOne Earth \u2013 One Ocean\u201c ist darum auch, \u00fcberhaupt ein Bewusstsein f\u00fcr das Problem zu schaffen. \u201eBevor die Seekuh nach Hongkong transportiert wurde, haben wir mit vielen Leuten gesprochen. \u201aWieso Plastikm\u00fcll \u2013 wir haben hier kein M\u00fcllproblem\u2019, haben uns manche gesagt\u201c, erz\u00e4hlt Ulli Borchert. Von Hongkong aus wird die Seekuh weiter nach Singapur und Jakarta (Indonesien) fahren; sp\u00e4ter folgen Manila (Philippinen) und das Mekong-Delta (Vietnam). Damit ist die Mission jedoch nicht beendet. Denn das \u201eAbgrasen\u201c des M\u00fclls wird nicht reichen. \u201eWas passiert mit dem ganzen Plastik, wenn er in den Netzen ist?\u201c, wollen die Kinder wissen, als sie endlich auf die Seekuh steigen d\u00fcrfen. Holger Borchert deutet auf die gelben M\u00fclltonnen an Bord. \u201eNoch haben wir keine andere M\u00f6glichkeit, als die Abf\u00e4lle auf der M\u00fcllkippe zu entsorgen\u201c, sagt Borchert. Langfristig will \u201eOne Earth \u2013 One Ocean\u201c eine unabh\u00e4ngige maritime M\u00fcllabfuhr aufbauen. 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