{"id":29406,"date":"2019-05-02T16:47:47","date_gmt":"2019-05-02T14:47:47","guid":{"rendered":"https:\/\/oneearth-oneocean.com\/2019\/05\/02\/die-seekuh-bekommt-nachwuchs-oeoo-baut-zweites-muellsammelschiff\/"},"modified":"2023-07-05T08:06:31","modified_gmt":"2023-07-05T06:06:31","slug":"die-seekuh-bekommt-nachwuchs-oeoo-baut-zweites-muellsammelschiff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oneearth-oneocean.com\/en\/news\/2019\/die-seekuh-bekommt-nachwuchs-oeoo-baut-zweites-muellsammelschiff\/","title":{"rendered":"Die SeeKuh bekommt Nachwuchs \u2013  OEOO baut zweites M\u00fcllsammelschiff"},"content":{"rendered":"<p><strong>M\u00fcnchen-Garching \/ L\u00fcbeck, 2. Mai 2019 \u2013 Die gemeinn\u00fctzige Umweltorganisation One Earth \u2013 One Ocean e.V. (OEOO) aus M\u00fcnchen und Kiel, die seit \u00fcber acht Jahren an der Umsetzung ihres Konzepts einer \u201eMaritimen M\u00fcllabfuhr\u201c zur Sammlung von Plastikm\u00fcll aus den Meeren arbeitet, baut ihr zweites M\u00fcllsammelschiff f\u00fcr den maritimen Einsatz.<\/strong><\/p>\n<p><strong>2016 wurde die erste SeeKuh, ein speziell konzipierter Katamaran mit 10 x 12 Metern und Sammelnetzen zwischen den beiden R\u00fcmpfen, in Dienst gestellt. Sie ist das erste zertifizierte M\u00fcllsammelschiff weltweit, dient daneben aber auch der Forschung zu Mikroplastik sowie der Aufkl\u00e4rung. Inzwischen wurde das Sammelkonzept der SeeKuh 1.0 weiterentwickelt, so dass der Verein nun ein neues Schiff bauen wird, das vor allem f\u00fcr die weltweite Sammlung von Plastikm\u00fcll in M\u00fcndungsgebieten und an K\u00fcsten vorgesehen ist. Die Fertigstellung des Spezialschiffs, das wieder von der L\u00fcbeck Yacht Trave Schiff GmbH gebaut und aus Spenden und Sponsorengeldern finanziert werden soll, ist f\u00fcr 2020 geplant.<\/strong><\/p>\n<p>Dass der Plastikm\u00fcll in den Gew\u00e4ssern weltweit eines der gravierendsten Umweltprobleme unserer Weltgesellschaft darstellt, muss hier wohl kaum mehr betont werden. Gesch\u00e4tzte \u00fcber 140 Mio. Tonnen befinden sich bereits in den Meeren weltweit, jedes Jahr kommen mindestens 10 Mio. Tonnen dazu. 80 Prozent des Plastikm\u00fclls, der weltweit in die Meere gelangt, stammen von Land und werden gr\u00f6\u00dftenteils \u00fcber Fl\u00fcsse ins Meer gesp\u00fclt. Eine fehlende oder l\u00fcckenhafte Infrastruktur zur M\u00fcllentsorgung sowie mangelndes Umweltbewusstsein sind die Gr\u00fcnde.<\/p>\n<p>Es liegt also nahe, eine gangbare und schnell einsetzbare L\u00f6sung f\u00fcr die M\u00fcndungsgebiete der gro\u00dfen Fl\u00fcsse zu konzipieren, denn hier hat sich der M\u00fcll noch nicht in der Fl\u00e4che verteilt und zerkleinert. Das mehrstufige Konzept der \u201eMaritimen M\u00fcllabfuhr\u201c von OEOO sieht vor, Meeresm\u00fcll mit speziellen Sammelschiffen einzusammeln und anschlie\u00dfend bestm\u00f6glich wiederzuverwerten bzw. einen Teil davon in \u00d6l und Energie umzuwandeln.<\/p>\n<p>\u201cIch freue mich, dass wir mit der SeeKuh 1.0 und der \u201eMaritimen M\u00fcllabfuhr\u201c in den letzten Jahren Bekanntheit nicht nur im deutschen Sprachraum, sondern auch in Asien erreicht und mediale Unterst\u00fctzung erfahren haben, ist doch das Thema Plastikm\u00fcll heute allgegenw\u00e4rtig. Doch es fehlt noch immer an tragf\u00e4higen und umsetzbaren Konzepten, die es uns erm\u00f6glichen, schnell gegen Plastik im Meer vorzugehen. Utopien helfen hier nicht weiter\u201c, erkl\u00e4rt G\u00fcnther Bonin, Gr\u00fcnder der Organisation One Earth \u2013 One Ocean e.V., der erst k\u00fcrzlich wieder f\u00fcr seine Arbeit mit einem Spezialpreis von Gruner &amp; Jahr ausgezeichnet wurde. \u201eUnser Konzept ist durchdacht, es ist ein pragmatischer L\u00f6sungsansatz, der erprobt und laufend optimiert wird. So basiert die neue Generation der SeeKuh auf den Erfahrungen, die wir mit der SeeKuh 1.0 in den letzten Jahren in der Ostsee und vor Hong Kong gesammelt haben.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die SeeKuh 2.0 wird komplett anders aussehen<\/strong><\/p>\n<p>So soll das Sammelsystem der zuk\u00fcnftigen SeeK\u00fche nicht mehr auf absenkbaren Netzen basieren, sondern auf einer F\u00f6rderbandtechnik. \u00dcber die Einweiser am Bug des Katamarans wird der Meeresm\u00fcll auf das in der Mitte angebrachte F\u00f6rderband geleitet. Das Steigband f\u00f6rdert das Material auf ein horizontales Sortierband. Alles, was nicht ins Meer geh\u00f6rt, wird vom Sortierpersonal in Transports\u00e4cke, so genannte Big-Bags, aussortiert. Unbedenklicher organischer Abfall f\u00e4llt am Ende des F\u00f6rderbandes durch eine \u00d6ffnung im Deck zur\u00fcck ins Wasser. Im hinteren Bereich wird die Seekuh 2.0 \u00fcber eine Lagerfl\u00e4che f\u00fcr die vollen Big-Bags verf\u00fcgen. Auch diese Seekuh-Variante ist modular entworfen, sodass eine Demontage und ein Transport in See-Containern an jeden Ort der Welt m\u00f6glich sind.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-4482\" src=\"https:\/\/staging.oneearth-oneocean.com\/wp-content\/uploads\/SeeKuh2.5-12-small-1024x563.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"563\" \/><\/p>\n<p>Mit Hilfe der F\u00f6rderbandtechnik kann kontinuierlich Meeresm\u00fcll, bis zu einer Tiefe von ca. einem Meter, gesammelt werden und der manuelle Aufwand ist wesentlich geringer als bei Einsatz der Netztechnik. Dadurch erwartet man sich bei OEOO eine h\u00f6here Effizienz und gleichzeitig ist die Aussortierung von organischem Material und ggf.\u00a0 von tierischem Beifang m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die SeeKuh 2.0 ist mit 12 Metern etwa so lang, aber zwei Meter schmaler, als ihre \u00e4ltere Schwester. Damit l\u00e4sst sie sich sogar in nur 2-3 \u00dcbersee-Container verstauen. Der Tiefgang liegt bei nur 0,8 m, das Gewicht betr\u00e4gt sechs Tonnen. Sie hat eine Reinigungsleistung von ca. 30.000 m\u00b2\/h und wird zuk\u00fcnftig in Flussm\u00fcndungen und K\u00fcstengebieten mit geringem Tiefgang eingesetzt.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>SeeKuh 2.0 im Schleppverbund<\/strong><\/p>\n<p>Um auch besonders gro\u00dfe Fl\u00e4chen effektiv absammeln zu k\u00f6nnen, hat OEOO eine weitere Sammeltechnik f\u00fcr die SeeKuh 2.0 entwickelt, eine Art Schleppverbund. Zwei motorisierte Boote, z.B. lokale Fischereifahrzeuge oder konventionelle Arbeitsboote, ziehen dabei die SeeKuh 2.0 durch das verschmutzte Operationsgebiet. Zwischen den Schleppbooten und der SeeKuh werden Schwimmbarrieren angebracht. So entsteht eine Art Trichter, durch den der Meeresm\u00fcll in Richtung des F\u00f6rderbandes der SeeKuh 2.0 geleitet wird. Durch den Tandembetrieb beidseitig der Verschmutzungsquelle kann ein Durchqueren und damit verbundenes Aufwirbeln des Meeresm\u00fclls verhindert werden. Bei dieser Variante ben\u00f6tigt die SeeKuh keinen eigenen Antrieb.<\/p>\n<p><strong><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4483 size-full\" src=\"https:\/\/staging.oneearth-oneocean.com\/wp-content\/uploads\/Schlppverband.jpg\" alt=\"\" width=\"453\" height=\"167\" \/><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die SeeKuh ist nur ein Modul der Maritimen M\u00fcllabfuhr<\/strong><\/p>\n<p>Mit der &#8220;Maritimen M\u00fcllabfuhr&#8221; zeigt OEOO einen bereits erprobten L\u00f6sungsansatz f\u00fcr eines der gr\u00f6\u00dften globalen Umwelt-Probleme auf. Dabei ist die SeeKuh nur ein Modul des Konzepts zum Einsammeln des Meeresm\u00fclls. Dieser M\u00fcll soll anschlie\u00dfend wiederverwertet bzw. zum Teil auch in \u00d6l umgewandelt werden.<\/p>\n<p>Dies soll zuk\u00fcnftig auf den SeeElefanten passieren, umgebauten gro\u00dfen Multi-Purpose-Schiffen mit \u00fcber 100 Metern L\u00e4nge, die den Plastikm\u00fcll, den unterschiedliche Sammelschiffe vorher aus dem Meer gesammelt haben, mit Kr\u00e4nen \u00fcbernehmen. Direkt an Bord wird der M\u00fcll mit in das Schiff integrierter und bereits heute technisch bew\u00e4hrter Anlagen- und Recyclingtechnik aufbereitet, sortiert und verarbeitet. Hochwertige recycelbare Kunststoffe wie PET werden aussortiert und zu sortenreinen Kunststoffballen gepresst. Diese werden in den Stoffkreislauf zur\u00fcckgebracht. Daneben sollen in Zukunft auch Energie und \u00d6l aus dem Plastikm\u00fcll gewonnen werden.<\/p>\n<p>So k\u00f6nnte mit relativ einfachen, preiswerten und bew\u00e4hrten Mitteln die Sammlung von Plastikm\u00fcll in den Meeren in Angriff genommen und aktiv bek\u00e4mpft werden &#8211; vor allem an den M\u00fcll-Hotspots weltweit. Plastikm\u00fcll kann so aus der Natur entfernt werden, ehe er sich zu Mikroplastik zerkleinert bw in die Tiefe absinkt und f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahrhunderte die Umwelt sch\u00e4digt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>OEOO hat eine professionelle Machbarkeitsstudie f\u00fcr das Konzept der \u201eMaritimen M\u00fcllabfuhr\u201c und speziell des SeeElefanten erstellt, die in K\u00fcrze der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert werden wird. Bei Interesse k\u00f6nnen Sie sich gerne bei uns melden.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>One Earth \u2013 One Ocean e. V. <\/strong><strong>(OEOO)<\/strong><\/p>\n<p>Die Umweltorganisation One Earth \u2013 One Ocean e.V. (OEOO) mit Sitz in M\u00fcnchen Garching und Kiel hat das Ziel, Gew\u00e4sser vom Plastikm\u00fcll, aber auch von \u00d6l und anderen Schadstoffen zu befreien. Bereits heute hat die Verschmutzung der Meere mit Plastikm\u00fcll besorgniserregende Ausma\u00dfe erreicht. Wenn wir nicht gegensteuern, wird 2050 nach einer Studie der UN das Gewicht des Plastikm\u00fclls jenes der Fische \u00fcbertreffen.<\/p>\n<p>OEOO arbeitet deshalb bereits seit 2011 an der Umsetzung und Erprobung seines Pilotkonzepts einer \u201eMaritimen M\u00fcllabfuhr\u201c. Gr\u00fcnder von OEOO ist G\u00fcnther Bonin, ehemals Inhaber einer erfolgreichen IT-Firma und seit Jugendtagen passionierter Segler. Sein Konzept gliedert sich in mehrere Stufen: In einem ersten Schritt wird der Plastikm\u00fcll mit speziellen Sammelschiffen auf Gew\u00e4ssern eingesammelt. Sortierung und Recycling des M\u00fclls erfolgt heute noch an Land. Mittel- bis langfristig soll das gesammelte Plastik direkt an Bord von Multi-Purpose-Schiffen aufbereitet, sortiert und verarbeitet werden. Recycelbare Kunststoffe werden zu sortenreinen Kunststoffballen gepresst. Daneben soll Plastikm\u00fcll in Zukunft auch zu Energie und \u00d6l verwandelt werden. Aus einer Tonne Plastik lassen sich ca. 800 Liter \u00d6l r\u00fcckgewinnen.<\/p>\n<p>Was anfangs wie eine Utopie eines Idealisten klang, nimmt heute konkrete Formen an. Sammelschiffe unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe sind heute in der Ostsee, Hong Kong und Kambodscha im Einsatz. Im Fr\u00fchjahr 2019 wird eine Machbarkeitsstudie f\u00fcr den SeeElefanten vorgestellt, bis 2021 soll dieser gebaut werden. Hunderte Unternehmen und Privatpersonen, darunter die R\u00f6chling Stiftung, die Deutsche Telekom AG und Daimler unterst\u00fctzen OEOO in unterschiedlicher Weise.<\/p>\n<p>2013 wurde OEOO f\u00fcr das Konzept der Maritimen M\u00fcllabfuhr mit dem renommierten <em>GreenTec Award<\/em>, Europas gr\u00f6\u00dftem Umwelt- und Wirtschaftspreis, ausgezeichnet. 2016 folgte die Nominierung f\u00fcr den Bundespreis ecodesign, der h\u00f6chsten Auszeichnung f\u00fcr \u00f6kologisches Design in Deutschland. 2018 wurde der Verein f\u00fcr den Ocean Tribute Award von F\u00fcrst Albert II. von Monaco nominiert, der die innovativsten und nachhaltigsten Ideen zum Thema Meeresschutz auszeichnet. Und 2019 erhielt G\u00fcnther Bonin den Special Prize des Gruner &amp; Jahr Spa Awards.<\/p>\n<p>Weitere Informationen unter <a href=\"http:\/\/www.fairena-messe.org\/\">http:\/\/www.oneearth-oneocean.com<\/a> oder auf unserer Facebook-Seite unter <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/pages\/One-Earth-One-Ocean\/163573257046660\">https:\/\/www.facebook.com\/pages\/One-Earth-One-Ocean\/163573257046660<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table width=\"681\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"251\">One Earth \u2013 One Ocean e. V.<\/p>\n<p>G\u00fcnther Bonin<\/p>\n<p>Gr\u00fcnder und Vorstand<\/p>\n<p>Lichtenbergstr.8<\/p>\n<p>D-85748 Garching<\/p>\n<p>Tel: +49 (0) 89\u00a0 54 84- 2361<\/p>\n<p>Fax: +49(0) 89\u00a0 54 84 -2369<\/p>\n<p><a href=\"mailto:info@oneearth-oneocean.com\">info@oneearth-oneocean.com<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.oneearth-oneocean.com\">www.oneearth-oneocean.com<\/a><\/td>\n<td width=\"430\">Gr\u00fcne Welle Kommunikation<\/p>\n<p>Frank Brodmerkel<\/p>\n<p>Pressekontakt<\/p>\n<p>Notburgastr. 3<\/p>\n<p>D-80639 M\u00fcnchen<\/p>\n<p>Tel: +49 (089) 203 494 94<\/p>\n<p>Fax: +49 (089) 178 761 47<\/p>\n<p><a href=\"mailto:Kontakt@gruenewellepr.de\">kontakt@gruenewellepr.de<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gruenewellepr.de\/\">www.gruenewellepr.de<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen-Garching \/ L\u00fcbeck, 2. Mai 2019 \u2013 Die gemeinn\u00fctzige Umweltorganisation One Earth \u2013 One Ocean e.V. 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Die Fertigstellung des Spezialschiffs, das wieder von der L\u00fcbeck Yacht Trave Schiff GmbH gebaut und aus Spenden und Sponsorengeldern finanziert werden soll, ist f\u00fcr 2020 geplant. Dass der Plastikm\u00fcll in den Gew\u00e4ssern weltweit eines der gravierendsten Umweltprobleme unserer Weltgesellschaft darstellt, muss hier wohl kaum mehr betont werden. Gesch\u00e4tzte \u00fcber 140 Mio. Tonnen befinden sich bereits in den Meeren weltweit, jedes Jahr kommen mindestens 10 Mio. Tonnen dazu. 80 Prozent des Plastikm\u00fclls, der weltweit in die Meere gelangt, stammen von Land und werden gr\u00f6\u00dftenteils \u00fcber Fl\u00fcsse ins Meer gesp\u00fclt. Eine fehlende oder l\u00fcckenhafte Infrastruktur zur M\u00fcllentsorgung sowie mangelndes Umweltbewusstsein sind die Gr\u00fcnde. Es liegt also nahe, eine gangbare und schnell einsetzbare L\u00f6sung f\u00fcr die M\u00fcndungsgebiete der gro\u00dfen Fl\u00fcsse zu konzipieren, denn hier hat sich der M\u00fcll noch nicht in der Fl\u00e4che verteilt und zerkleinert. Das mehrstufige Konzept der \u201eMaritimen M\u00fcllabfuhr\u201c von OEOO sieht vor, Meeresm\u00fcll mit speziellen Sammelschiffen einzusammeln und anschlie\u00dfend bestm\u00f6glich wiederzuverwerten bzw. einen Teil davon in \u00d6l und Energie umzuwandeln. \u201cIch freue mich, dass wir mit der SeeKuh 1.0 und der \u201eMaritimen M\u00fcllabfuhr\u201c in den letzten Jahren Bekanntheit nicht nur im deutschen Sprachraum, sondern auch in Asien erreicht und mediale Unterst\u00fctzung erfahren haben, ist doch das Thema Plastikm\u00fcll heute allgegenw\u00e4rtig. Doch es fehlt noch immer an tragf\u00e4higen und umsetzbaren Konzepten, die es uns erm\u00f6glichen, schnell gegen Plastik im Meer vorzugehen. Utopien helfen hier nicht weiter\u201c, erkl\u00e4rt G\u00fcnther Bonin, Gr\u00fcnder der Organisation One Earth \u2013 One Ocean e.V., der erst k\u00fcrzlich wieder f\u00fcr seine Arbeit mit einem Spezialpreis von Gruner &amp; Jahr ausgezeichnet wurde. \u201eUnser Konzept ist durchdacht, es ist ein pragmatischer L\u00f6sungsansatz, der erprobt und laufend optimiert wird. So basiert die neue Generation der SeeKuh auf den Erfahrungen, die wir mit der SeeKuh 1.0 in den letzten Jahren in der Ostsee und vor Hong Kong gesammelt haben.\u201c \u00a0 Die SeeKuh 2.0 wird komplett anders aussehen So soll das Sammelsystem der zuk\u00fcnftigen SeeK\u00fche nicht mehr auf absenkbaren Netzen basieren, sondern auf einer F\u00f6rderbandtechnik. \u00dcber die Einweiser am Bug des Katamarans wird der Meeresm\u00fcll auf das in der Mitte angebrachte F\u00f6rderband geleitet. Das Steigband f\u00f6rdert das Material auf ein horizontales Sortierband. 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Durch den Tandembetrieb beidseitig der Verschmutzungsquelle kann ein Durchqueren und damit verbundenes Aufwirbeln des Meeresm\u00fclls verhindert werden. Bei dieser Variante ben\u00f6tigt die SeeKuh keinen eigenen Antrieb. &nbsp; Die SeeKuh ist nur ein Modul der Maritimen M\u00fcllabfuhr Mit der &#8220;Maritimen M\u00fcllabfuhr&#8221; zeigt OEOO einen bereits erprobten L\u00f6sungsansatz f\u00fcr eines der gr\u00f6\u00dften globalen Umwelt-Probleme auf. Dabei ist die SeeKuh nur ein Modul des Konzepts zum Einsammeln des Meeresm\u00fclls. Dieser M\u00fcll soll anschlie\u00dfend wiederverwertet bzw. zum Teil auch in \u00d6l umgewandelt werden. Dies soll zuk\u00fcnftig auf den SeeElefanten passieren, umgebauten gro\u00dfen Multi-Purpose-Schiffen mit \u00fcber 100 Metern L\u00e4nge, die den Plastikm\u00fcll, den unterschiedliche Sammelschiffe vorher aus dem Meer gesammelt haben, mit Kr\u00e4nen \u00fcbernehmen. Direkt an Bord wird der M\u00fcll mit in das Schiff integrierter und bereits heute technisch bew\u00e4hrter Anlagen- und Recyclingtechnik aufbereitet, sortiert und verarbeitet. Hochwertige recycelbare Kunststoffe wie PET werden aussortiert und zu sortenreinen Kunststoffballen gepresst. Diese werden in den Stoffkreislauf zur\u00fcckgebracht. Daneben sollen in Zukunft auch Energie und \u00d6l aus dem Plastikm\u00fcll gewonnen werden. So k\u00f6nnte mit relativ einfachen, preiswerten und bew\u00e4hrten Mitteln die Sammlung von Plastikm\u00fcll in den Meeren in Angriff genommen und aktiv bek\u00e4mpft werden &#8211; vor allem an den M\u00fcll-Hotspots weltweit. 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Die Fertigstellung des Spezialschiffs, das wieder von der L\u00fcbeck Yacht Trave Schiff GmbH gebaut und aus Spenden und Sponsorengeldern finanziert werden soll, ist f\u00fcr 2020 geplant. Dass der Plastikm\u00fcll in den Gew\u00e4ssern weltweit eines der gravierendsten Umweltprobleme unserer Weltgesellschaft darstellt, muss hier wohl kaum mehr betont werden. Gesch\u00e4tzte \u00fcber 140 Mio. Tonnen befinden sich bereits in den Meeren weltweit, jedes Jahr kommen mindestens 10 Mio. Tonnen dazu. 80 Prozent des Plastikm\u00fclls, der weltweit in die Meere gelangt, stammen von Land und werden gr\u00f6\u00dftenteils \u00fcber Fl\u00fcsse ins Meer gesp\u00fclt. Eine fehlende oder l\u00fcckenhafte Infrastruktur zur M\u00fcllentsorgung sowie mangelndes Umweltbewusstsein sind die Gr\u00fcnde. Es liegt also nahe, eine gangbare und schnell einsetzbare L\u00f6sung f\u00fcr die M\u00fcndungsgebiete der gro\u00dfen Fl\u00fcsse zu konzipieren, denn hier hat sich der M\u00fcll noch nicht in der Fl\u00e4che verteilt und zerkleinert. Das mehrstufige Konzept der \u201eMaritimen M\u00fcllabfuhr\u201c von OEOO sieht vor, Meeresm\u00fcll mit speziellen Sammelschiffen einzusammeln und anschlie\u00dfend bestm\u00f6glich wiederzuverwerten bzw. einen Teil davon in \u00d6l und Energie umzuwandeln. \u201cIch freue mich, dass wir mit der SeeKuh 1.0 und der \u201eMaritimen M\u00fcllabfuhr\u201c in den letzten Jahren Bekanntheit nicht nur im deutschen Sprachraum, sondern auch in Asien erreicht und mediale Unterst\u00fctzung erfahren haben, ist doch das Thema Plastikm\u00fcll heute allgegenw\u00e4rtig. Doch es fehlt noch immer an tragf\u00e4higen und umsetzbaren Konzepten, die es uns erm\u00f6glichen, schnell gegen Plastik im Meer vorzugehen. 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Direkt an Bord wird der M\u00fcll mit in das Schiff integrierter und bereits heute technisch bew\u00e4hrter Anlagen- und Recyclingtechnik aufbereitet, sortiert und verarbeitet. Hochwertige recycelbare Kunststoffe wie PET werden aussortiert und zu sortenreinen Kunststoffballen gepresst. Diese werden in den Stoffkreislauf zur\u00fcckgebracht. Daneben sollen in Zukunft auch Energie und \u00d6l aus dem Plastikm\u00fcll gewonnen werden. So k\u00f6nnte mit relativ einfachen, preiswerten und bew\u00e4hrten Mitteln die Sammlung von Plastikm\u00fcll in den Meeren in Angriff genommen und aktiv bek\u00e4mpft werden &#8211; vor allem an den M\u00fcll-Hotspots weltweit. 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