{"id":28187,"date":"2021-03-05T11:05:12","date_gmt":"2021-03-05T10:05:12","guid":{"rendered":"https:\/\/oneearth-oneocean.com\/2021\/03\/05\/deutschland-exportiert-plastikmuell-oeoo-sammelt-ihn-ein\/"},"modified":"2023-07-05T07:56:46","modified_gmt":"2023-07-05T05:56:46","slug":"deutschland-exportiert-plastikmuell-oeoo-sammelt-ihn-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oneearth-oneocean.com\/en\/presseinformationen-en\/2021\/deutschland-exportiert-plastikmuell-oeoo-sammelt-ihn-ein\/","title":{"rendered":"Deutschland exportiert Plastikm\u00fcll \u2013 oeoo sammelt ihn ein"},"content":{"rendered":"<h3 id=\"mcetoc_1f08knuah0\">Deutschland exportiert Plastikm\u00fcll \u2013 oeoo sammelt ihn ein<\/h3>\n<h4 id=\"mcetoc_1f08kob331\"><strong>Gr\u00f6\u00dftes M\u00fcllsammelprojekt Brasiliens in Rio de Janeiro<\/strong><\/h4>\n<p><strong>M\u00fcnchen-Garching\/Rio de Janeiro, 05. M\u00e4rz 2021 \u2013 <\/strong>Die Umweltorganisation One Earth \u2013 One Ocean e.V. (oeoo) hat in enger Kooperation mit zwei lokalen Fischergemeinschaften die gr\u00f6\u00dfte M\u00fcllsammelaktion in der Geschichte Brasiliens durchgef\u00fchrt. Bei einem zweit\u00e4gigen \u201eCleanup\u201c sammelten 220 Freiwillige knapp 19 Tonnen M\u00fcll. Nach der Sortierung werden alle recycelbaren Stoffe der Wiederverwertung zugef\u00fchrt. Zuk\u00fcnftig sollen monatliche Cleanups daf\u00fcr sorgen, die M\u00fcllflut zu reduzieren. Zudem bieten Sie den Fischern eine Einkommensm\u00f6glichkeit.<\/p>\n<p>Rio de Janeiro hat als Megacity mit enormen M\u00fcllproblemen zu k\u00e4mpfen. Die Gew\u00e4sser vor der Millionenmetropole sind extrem verschmutzt \u2013 vor allem durch Plastikm\u00fcll. W\u00e4hrend der Traumstrand Copa Cabana direkt an der Atlantikk\u00fcste gereinigt wird und die Str\u00f6mung den Plastikm\u00fcll beseitigt, ist die gro\u00dfe Guanabara-Bucht, wo knapp 8,6 Millionen Menschen leben, eher ein Binnengew\u00e4sser und dient als M\u00fcllhalde der Metropolregion. Hier sammeln sich seit Jahren enorme Mengen an Unrat, Schadstoffen sowie ungekl\u00e4rten Abw\u00e4ssern. Plastikm\u00fcll staut sich auf, und nicht funktionsf\u00e4hige Kl\u00e4ranlagen f\u00fchren dazu, dass 18.000 Liter Abwasser pro Sekunde in die Bucht flie\u00dfen. Schon zur Fu\u00dfball-WM 2014 und den Olympischen Spielen 2016 in Rio wurde versprochen, sich um die Umweltprobleme zu k\u00fcmmern, passiert ist seither so gut wie nichts. Wissenschaftler brasilianischer Forschungsinstitute sehen in der Verschmutzung inzwischen eine Bedrohung f\u00fcr Mensch und Natur und sch\u00e4tzen das Ausma\u00df an Krankheiten, die bei Kontakt mit dem Wasser der Guanabara\u2013Bucht \u00fcbertragen werden, als gef\u00e4hrlich hoch ein.<\/p>\n<p><strong>oeoo im Kampf gegen den M\u00fcll<\/strong><\/p>\n<p>Die M\u00fcnchner Umweltorganisation One Earth \u2013 One Ocean e.V. (oeoo) widmet sich der Beseitigung von Plastikm\u00fcll aus den Gew\u00e4ssern weltweit. Deutschland ist laut Statistischem Bundesamt Europameister im Plastikm\u00fcllexport. Im Fr\u00fchjahr 2020 wurde oeoo in Brasilien offiziell als eigenst\u00e4ndige NGO anerkannt, was die Arbeit dort sehr erleichtert. Im Dezember letzten Jahres fand schlie\u00dflich Brasiliens gr\u00f6\u00dfte Cleanup-Aktion aller Zeiten statt. In Kooperation mit zwei lokalen Fischergemeinschaften der Kolonie Z-10 und diversen anderen Umweltgruppen vor Ort sammelten an diesem Tag \u00fcber 220 freiwillige Helfer knapp 19 Tonnen M\u00fcll ein. Dabei handelte es sich nicht nur um Plastikm\u00fcll, sondern um s\u00e4mtlichen Abfall, der gefunden wurde.<\/p>\n<p>Das eingesammelte Material wurde sortiert, gewogen und, soweit m\u00f6glich, umweltgerecht entsorgt. Daran arbeiteten zwei Teams \u00e1 f\u00fcnf Helfer insgesamt 20 Tage. Etwa zehn Tonnen konnten dem Recyclingpartner Geocycle zugef\u00fchrt werden, drei Tonnen nicht wiederverwertbarer Waschmaschinen, Reifen oder TV-Ger\u00e4te kommen auf eine sichere Deponie.<\/p>\n<p>&#8220;Tag f\u00fcr Tag werden 90 Tonnen Abfall in die Gew\u00e4sser der Guanabara-Bucht gekippt. Das Bewusstsein der Bev\u00f6lkerung sowie der dort t\u00e4tigen Unternehmen f\u00fcr dieses t\u00e4gliche Verbrechen an der Umwelt muss unbedingt gesch\u00e4rft werden&#8221;, erkl\u00e4rt Laura Kita Kejuo, Direktorin von oeoo in Brasilien. \u201eWir wollen dem \u00f6ffentlichen und privaten Sektor sowie der Bev\u00f6lkerung im Allgemeinen zeigen, wie viel M\u00fcll man an nur einem oder zwei Tagen sammeln kann &#8211; dass es mit Kooperationen und koordinierten Anstrengungen m\u00f6glich ist, die Bucht gemeinsam zu s\u00e4ubern.\u201c<\/p>\n<p>Zuk\u00fcnftig m\u00f6chte oeoo zusammen mit seinen Helfern bei regelm\u00e4\u00dfigen Cleanups monatlich etwa f\u00fcnf Tonnen Abf\u00e4lle einsammeln und verwerten. F\u00fcr die Fischer ist das ein willkommener Nebenerwerb, da der Fischfang in dem verschmutzten Gew\u00e4sser kaum noch lohnend ist. Gleichzeitig beabsichtigt das oeoo-Team, die Projekte zur Umwelterziehung zu vertiefen und die Partnerschaften mit anderen NGOs und Forschungsinstituten in der Region zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p><strong>Der \u201eSeeElefant\u201c<\/strong><\/p>\n<p>G\u00fcnther Bonin hat oeoo gegr\u00fcndet. Er sagt: \u201eBald soll unser umgebauter Mehrzweckfrachter \u201eSeeElefant\u201c hier und anderswo vor Ort sein, der den Meeresm\u00fcll und den kommunalen, industriellen M\u00fcll zu 99% in Energie umwandeln und dabei mehrere tausend Tonnen laden und verarbeiten kann. Diese multifunktionalen M\u00fcllverwertungsschiffe sind unserer Ansicht nach die beste Ma\u00dfnahme zur Bek\u00e4mpfung des Plastikm\u00fclls in den Meeren.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>\u00dcber One Earth \u2013 One Ocean e. V. (oeoo)<\/strong><\/p>\n<p>Die gemeinn\u00fctzige Umweltorganisation One Earth \u2013 One Ocean e.V. (oeoo) mit Sitz in M\u00fcnchen-Garching und B\u00fcros in Hamburg, Kiel, Hong Kong, Battambang\/Kambodscha und Rio\/Brasilien verfolgt bereits seit 2011 das Ziel, Gew\u00e4sser weltweit von Plastikm\u00fcll, aber auch von Verschmutzungen durch \u00d6l und Chemikalien zu befreien. Das mehrstufige Konzept der \u201eMaritimen M\u00fcllabfuhr\u201c zur Beseitigung k\u00fcstennaher Meeresverschmutzung durch Plastikm\u00fcll sieht vor, das Plastik mit einer Flotte von speziellen M\u00fcllsammelschiffen aus Gew\u00e4ssern weltweit einzusammeln und anschlie\u00dfend wiederzuverwerten bzw. in \u00d6l r\u00fcckzuverwandeln. Projekte zur Beseitigung von Plastikm\u00fcll aus Gew\u00e4ssern laufen derzeit in Kambodscha, Brasilien, Indonesien, den Philippinen und \u00c4gypten. Zum Einsatz kommen hierbei speziell konzipierte M\u00fcllsammelschiffe namens SeeHamster und SeeKuh. Ab 2022 soll mit dem ersten \u201eSeeElefanten\u201c, einem umgebauten Mehrzweckfrachter, der Anlagen zum Sortieren, Zerkleinern, Verarbeiten und Pressen von Meeresm\u00fcll an Bord haben wird, das erste Pilotsystem eines M\u00fcllverwertungsschiffs umgesetzt sein. Sobald industrietaugliche Plastics-to-fuel-Anlagen verf\u00fcgbar sind, soll Plastik direkt an Bord auch zu schwefelfreiem \u00d6l r\u00fcckverwandelt werden. Zudem engagiert sich der Verein national und international in der Erforschung von Mikroplastik sowie der Bildungs-, Aufkl\u00e4rungsarbeit und Dokumentation zum Thema Marine Littering. Bereits 2013 wurde oeoo f\u00fcr das Konzept der Maritimen M\u00fcllabfuhr mit dem renommierten GreenTec Award, Europas gr\u00f6\u00dftem Umwelt- und Wirtschaftspreis, ausgezeichnet. 2019 erhielt der Verein f\u00fcr sein Konzept des M\u00fcllverwertungsschiffs SeeElefant den Bundespreis ecodesign vom Bundesumweltministerium verliehen. Die Arbeit von oeoo wird ausschlie\u00dflich durch private Spenden und Sponsorengelder finanziert. Namhafte Unternehmen und auch Privatpersonen, darunter die R\u00f6chling Stiftung GmbH, die Deutsche Telekom AG und die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) unterst\u00fctzen OEOO in unterschiedlicher Weise. Weitere Informationen zu oeoo und seinen aktuellen Projekten erhalten Sie unter <a href=\"http:\/\/www.oeoo.world\">www.oeoo.world<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschland exportiert Plastikm\u00fcll \u2013 oeoo sammelt ihn ein Gr\u00f6\u00dftes M\u00fcllsammelprojekt Brasiliens in Rio de Janeiro M\u00fcnchen-Garching\/Rio de Janeiro, 05. M\u00e4rz 2021 \u2013 Die Umweltorganisation One Earth \u2013 One Ocean e.V. (oeoo) hat in enger Kooperation mit zwei lokalen Fischergemeinschaften die gr\u00f6\u00dfte M\u00fcllsammelaktion in der Geschichte Brasiliens durchgef\u00fchrt. Bei einem zweit\u00e4gigen \u201eCleanup\u201c sammelten 220 Freiwillige knapp 19 Tonnen M\u00fcll. Nach der Sortierung werden alle recycelbaren Stoffe der Wiederverwertung zugef\u00fchrt. Zuk\u00fcnftig sollen monatliche Cleanups daf\u00fcr sorgen, die M\u00fcllflut zu reduzieren. Zudem bieten Sie den Fischern eine Einkommensm\u00f6glichkeit. Rio de Janeiro hat als Megacity mit enormen M\u00fcllproblemen zu k\u00e4mpfen. Die Gew\u00e4sser vor der Millionenmetropole sind extrem verschmutzt \u2013 vor allem durch Plastikm\u00fcll. W\u00e4hrend der Traumstrand Copa Cabana direkt an der Atlantikk\u00fcste gereinigt wird und die Str\u00f6mung den Plastikm\u00fcll beseitigt, ist die gro\u00dfe Guanabara-Bucht, wo knapp 8,6 Millionen Menschen leben, eher ein Binnengew\u00e4sser und dient als M\u00fcllhalde der Metropolregion. Hier sammeln sich seit Jahren enorme Mengen an Unrat, Schadstoffen sowie ungekl\u00e4rten Abw\u00e4ssern. 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Im Fr\u00fchjahr 2020 wurde oeoo in Brasilien offiziell als eigenst\u00e4ndige NGO anerkannt, was die Arbeit dort sehr erleichtert. Im Dezember letzten Jahres fand schlie\u00dflich Brasiliens gr\u00f6\u00dfte Cleanup-Aktion aller Zeiten statt. In Kooperation mit zwei lokalen Fischergemeinschaften der Kolonie Z-10 und diversen anderen Umweltgruppen vor Ort sammelten an diesem Tag \u00fcber 220 freiwillige Helfer knapp 19 Tonnen M\u00fcll ein. Dabei handelte es sich nicht nur um Plastikm\u00fcll, sondern um s\u00e4mtlichen Abfall, der gefunden wurde. Das eingesammelte Material wurde sortiert, gewogen und, soweit m\u00f6glich, umweltgerecht entsorgt. Daran arbeiteten zwei Teams \u00e1 f\u00fcnf Helfer insgesamt 20 Tage. 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F\u00fcr die Fischer ist das ein willkommener Nebenerwerb, da der Fischfang in dem verschmutzten Gew\u00e4sser kaum noch lohnend ist. Gleichzeitig beabsichtigt das oeoo-Team, die Projekte zur Umwelterziehung zu vertiefen und die Partnerschaften mit anderen NGOs und Forschungsinstituten in der Region zu st\u00e4rken. Der \u201eSeeElefant\u201c G\u00fcnther Bonin hat oeoo gegr\u00fcndet. Er sagt: \u201eBald soll unser umgebauter Mehrzweckfrachter \u201eSeeElefant\u201c hier und anderswo vor Ort sein, der den Meeresm\u00fcll und den kommunalen, industriellen M\u00fcll zu 99% in Energie umwandeln und dabei mehrere tausend Tonnen laden und verarbeiten kann. Diese multifunktionalen M\u00fcllverwertungsschiffe sind unserer Ansicht nach die beste Ma\u00dfnahme zur Bek\u00e4mpfung des Plastikm\u00fclls in den Meeren.\u201c \u00dcber One Earth \u2013 One Ocean e. V. (oeoo) Die gemeinn\u00fctzige Umweltorganisation One Earth \u2013 One Ocean e.V. (oeoo) mit Sitz in M\u00fcnchen-Garching und B\u00fcros in Hamburg, Kiel, Hong Kong, Battambang\/Kambodscha und Rio\/Brasilien verfolgt bereits seit 2011 das Ziel, Gew\u00e4sser weltweit von Plastikm\u00fcll, aber auch von Verschmutzungen durch \u00d6l und Chemikalien zu befreien. Das mehrstufige Konzept der \u201eMaritimen M\u00fcllabfuhr\u201c zur Beseitigung k\u00fcstennaher Meeresverschmutzung durch Plastikm\u00fcll sieht vor, das Plastik mit einer Flotte von speziellen M\u00fcllsammelschiffen aus Gew\u00e4ssern weltweit einzusammeln und anschlie\u00dfend wiederzuverwerten bzw. in \u00d6l r\u00fcckzuverwandeln. Projekte zur Beseitigung von Plastikm\u00fcll aus Gew\u00e4ssern laufen derzeit in Kambodscha, Brasilien, Indonesien, den Philippinen und \u00c4gypten. Zum Einsatz kommen hierbei speziell konzipierte M\u00fcllsammelschiffe namens SeeHamster und SeeKuh. Ab 2022 soll mit dem ersten \u201eSeeElefanten\u201c, einem umgebauten Mehrzweckfrachter, der Anlagen zum Sortieren, Zerkleinern, Verarbeiten und Pressen von Meeresm\u00fcll an Bord haben wird, das erste Pilotsystem eines M\u00fcllverwertungsschiffs umgesetzt sein. Sobald industrietaugliche Plastics-to-fuel-Anlagen verf\u00fcgbar sind, soll Plastik direkt an Bord auch zu schwefelfreiem \u00d6l r\u00fcckverwandelt werden. Zudem engagiert sich der Verein national und international in der Erforschung von Mikroplastik sowie der Bildungs-, Aufkl\u00e4rungsarbeit und Dokumentation zum Thema Marine Littering. Bereits 2013 wurde oeoo f\u00fcr das Konzept der Maritimen M\u00fcllabfuhr mit dem renommierten GreenTec Award, Europas gr\u00f6\u00dftem Umwelt- und Wirtschaftspreis, ausgezeichnet. 2019 erhielt der Verein f\u00fcr sein Konzept des M\u00fcllverwertungsschiffs SeeElefant den Bundespreis ecodesign vom Bundesumweltministerium verliehen. Die Arbeit von oeoo wird ausschlie\u00dflich durch private Spenden und Sponsorengelder finanziert. Namhafte Unternehmen und auch Privatpersonen, darunter die R\u00f6chling Stiftung GmbH, die Deutsche Telekom AG und die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) unterst\u00fctzen OEOO in unterschiedlicher Weise. Weitere Informationen zu oeoo und seinen aktuellen Projekten erhalten Sie unter www.oeoo.world &nbsp; &nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2208],"tags":[2546,2547,2548,2549,2550],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v24.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Deutschland exportiert Plastikm\u00fcll \u2013 oeoo sammelt ihn ein - One Earth - One Ocean e. 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Deutschland ist laut Statistischem Bundesamt Europameister im Plastikm\u00fcllexport. Im Fr\u00fchjahr 2020 wurde oeoo in Brasilien offiziell als eigenst\u00e4ndige NGO anerkannt, was die Arbeit dort sehr erleichtert. Im Dezember letzten Jahres fand schlie\u00dflich Brasiliens gr\u00f6\u00dfte Cleanup-Aktion aller Zeiten statt. In Kooperation mit zwei lokalen Fischergemeinschaften der Kolonie Z-10 und diversen anderen Umweltgruppen vor Ort sammelten an diesem Tag \u00fcber 220 freiwillige Helfer knapp 19 Tonnen M\u00fcll ein. Dabei handelte es sich nicht nur um Plastikm\u00fcll, sondern um s\u00e4mtlichen Abfall, der gefunden wurde. Das eingesammelte Material wurde sortiert, gewogen und, soweit m\u00f6glich, umweltgerecht entsorgt. Daran arbeiteten zwei Teams \u00e1 f\u00fcnf Helfer insgesamt 20 Tage. 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Ab 2022 soll mit dem ersten \u201eSeeElefanten\u201c, einem umgebauten Mehrzweckfrachter, der Anlagen zum Sortieren, Zerkleinern, Verarbeiten und Pressen von Meeresm\u00fcll an Bord haben wird, das erste Pilotsystem eines M\u00fcllverwertungsschiffs umgesetzt sein. Sobald industrietaugliche Plastics-to-fuel-Anlagen verf\u00fcgbar sind, soll Plastik direkt an Bord auch zu schwefelfreiem \u00d6l r\u00fcckverwandelt werden. Zudem engagiert sich der Verein national und international in der Erforschung von Mikroplastik sowie der Bildungs-, Aufkl\u00e4rungsarbeit und Dokumentation zum Thema Marine Littering. Bereits 2013 wurde oeoo f\u00fcr das Konzept der Maritimen M\u00fcllabfuhr mit dem renommierten GreenTec Award, Europas gr\u00f6\u00dftem Umwelt- und Wirtschaftspreis, ausgezeichnet. 2019 erhielt der Verein f\u00fcr sein Konzept des M\u00fcllverwertungsschiffs SeeElefant den Bundespreis ecodesign vom Bundesumweltministerium verliehen. 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Nach der Sortierung werden alle recycelbaren Stoffe der Wiederverwertung zugef\u00fchrt. Zuk\u00fcnftig sollen monatliche Cleanups daf\u00fcr sorgen, die M\u00fcllflut zu reduzieren. Zudem bieten Sie den Fischern eine Einkommensm\u00f6glichkeit. Rio de Janeiro hat als Megacity mit enormen M\u00fcllproblemen zu k\u00e4mpfen. Die Gew\u00e4sser vor der Millionenmetropole sind extrem verschmutzt \u2013 vor allem durch Plastikm\u00fcll. W\u00e4hrend der Traumstrand Copa Cabana direkt an der Atlantikk\u00fcste gereinigt wird und die Str\u00f6mung den Plastikm\u00fcll beseitigt, ist die gro\u00dfe Guanabara-Bucht, wo knapp 8,6 Millionen Menschen leben, eher ein Binnengew\u00e4sser und dient als M\u00fcllhalde der Metropolregion. Hier sammeln sich seit Jahren enorme Mengen an Unrat, Schadstoffen sowie ungekl\u00e4rten Abw\u00e4ssern. Plastikm\u00fcll staut sich auf, und nicht funktionsf\u00e4hige Kl\u00e4ranlagen f\u00fchren dazu, dass 18.000 Liter Abwasser pro Sekunde in die Bucht flie\u00dfen. Schon zur Fu\u00dfball-WM 2014 und den Olympischen Spielen 2016 in Rio wurde versprochen, sich um die Umweltprobleme zu k\u00fcmmern, passiert ist seither so gut wie nichts. Wissenschaftler brasilianischer Forschungsinstitute sehen in der Verschmutzung inzwischen eine Bedrohung f\u00fcr Mensch und Natur und sch\u00e4tzen das Ausma\u00df an Krankheiten, die bei Kontakt mit dem Wasser der Guanabara\u2013Bucht \u00fcbertragen werden, als gef\u00e4hrlich hoch ein. oeoo im Kampf gegen den M\u00fcll Die M\u00fcnchner Umweltorganisation One Earth \u2013 One Ocean e.V. (oeoo) widmet sich der Beseitigung von Plastikm\u00fcll aus den Gew\u00e4ssern weltweit. Deutschland ist laut Statistischem Bundesamt Europameister im Plastikm\u00fcllexport. Im Fr\u00fchjahr 2020 wurde oeoo in Brasilien offiziell als eigenst\u00e4ndige NGO anerkannt, was die Arbeit dort sehr erleichtert. Im Dezember letzten Jahres fand schlie\u00dflich Brasiliens gr\u00f6\u00dfte Cleanup-Aktion aller Zeiten statt. In Kooperation mit zwei lokalen Fischergemeinschaften der Kolonie Z-10 und diversen anderen Umweltgruppen vor Ort sammelten an diesem Tag \u00fcber 220 freiwillige Helfer knapp 19 Tonnen M\u00fcll ein. Dabei handelte es sich nicht nur um Plastikm\u00fcll, sondern um s\u00e4mtlichen Abfall, der gefunden wurde. Das eingesammelte Material wurde sortiert, gewogen und, soweit m\u00f6glich, umweltgerecht entsorgt. Daran arbeiteten zwei Teams \u00e1 f\u00fcnf Helfer insgesamt 20 Tage. Etwa zehn Tonnen konnten dem Recyclingpartner Geocycle zugef\u00fchrt werden, drei Tonnen nicht wiederverwertbarer Waschmaschinen, Reifen oder TV-Ger\u00e4te kommen auf eine sichere Deponie. &#8220;Tag f\u00fcr Tag werden 90 Tonnen Abfall in die Gew\u00e4sser der Guanabara-Bucht gekippt. Das Bewusstsein der Bev\u00f6lkerung sowie der dort t\u00e4tigen Unternehmen f\u00fcr dieses t\u00e4gliche Verbrechen an der Umwelt muss unbedingt gesch\u00e4rft werden&#8221;, erkl\u00e4rt Laura Kita Kejuo, Direktorin von oeoo in Brasilien. \u201eWir wollen dem \u00f6ffentlichen und privaten Sektor sowie der Bev\u00f6lkerung im Allgemeinen zeigen, wie viel M\u00fcll man an nur einem oder zwei Tagen sammeln kann &#8211; dass es mit Kooperationen und koordinierten Anstrengungen m\u00f6glich ist, die Bucht gemeinsam zu s\u00e4ubern.\u201c Zuk\u00fcnftig m\u00f6chte oeoo zusammen mit seinen Helfern bei regelm\u00e4\u00dfigen Cleanups monatlich etwa f\u00fcnf Tonnen Abf\u00e4lle einsammeln und verwerten. F\u00fcr die Fischer ist das ein willkommener Nebenerwerb, da der Fischfang in dem verschmutzten Gew\u00e4sser kaum noch lohnend ist. Gleichzeitig beabsichtigt das oeoo-Team, die Projekte zur Umwelterziehung zu vertiefen und die Partnerschaften mit anderen NGOs und Forschungsinstituten in der Region zu st\u00e4rken. Der \u201eSeeElefant\u201c G\u00fcnther Bonin hat oeoo gegr\u00fcndet. Er sagt: \u201eBald soll unser umgebauter Mehrzweckfrachter \u201eSeeElefant\u201c hier und anderswo vor Ort sein, der den Meeresm\u00fcll und den kommunalen, industriellen M\u00fcll zu 99% in Energie umwandeln und dabei mehrere tausend Tonnen laden und verarbeiten kann. Diese multifunktionalen M\u00fcllverwertungsschiffe sind unserer Ansicht nach die beste Ma\u00dfnahme zur Bek\u00e4mpfung des Plastikm\u00fclls in den Meeren.\u201c \u00dcber One Earth \u2013 One Ocean e. V. (oeoo) Die gemeinn\u00fctzige Umweltorganisation One Earth \u2013 One Ocean e.V. (oeoo) mit Sitz in M\u00fcnchen-Garching und B\u00fcros in Hamburg, Kiel, Hong Kong, Battambang\/Kambodscha und Rio\/Brasilien verfolgt bereits seit 2011 das Ziel, Gew\u00e4sser weltweit von Plastikm\u00fcll, aber auch von Verschmutzungen durch \u00d6l und Chemikalien zu befreien. Das mehrstufige Konzept der \u201eMaritimen M\u00fcllabfuhr\u201c zur Beseitigung k\u00fcstennaher Meeresverschmutzung durch Plastikm\u00fcll sieht vor, das Plastik mit einer Flotte von speziellen M\u00fcllsammelschiffen aus Gew\u00e4ssern weltweit einzusammeln und anschlie\u00dfend wiederzuverwerten bzw. in \u00d6l r\u00fcckzuverwandeln. Projekte zur Beseitigung von Plastikm\u00fcll aus Gew\u00e4ssern laufen derzeit in Kambodscha, Brasilien, Indonesien, den Philippinen und \u00c4gypten. Zum Einsatz kommen hierbei speziell konzipierte M\u00fcllsammelschiffe namens SeeHamster und SeeKuh. Ab 2022 soll mit dem ersten \u201eSeeElefanten\u201c, einem umgebauten Mehrzweckfrachter, der Anlagen zum Sortieren, Zerkleinern, Verarbeiten und Pressen von Meeresm\u00fcll an Bord haben wird, das erste Pilotsystem eines M\u00fcllverwertungsschiffs umgesetzt sein. Sobald industrietaugliche Plastics-to-fuel-Anlagen verf\u00fcgbar sind, soll Plastik direkt an Bord auch zu schwefelfreiem \u00d6l r\u00fcckverwandelt werden. Zudem engagiert sich der Verein national und international in der Erforschung von Mikroplastik sowie der Bildungs-, Aufkl\u00e4rungsarbeit und Dokumentation zum Thema Marine Littering. Bereits 2013 wurde oeoo f\u00fcr das Konzept der Maritimen M\u00fcllabfuhr mit dem renommierten GreenTec Award, Europas gr\u00f6\u00dftem Umwelt- und Wirtschaftspreis, ausgezeichnet. 2019 erhielt der Verein f\u00fcr sein Konzept des M\u00fcllverwertungsschiffs SeeElefant den Bundespreis ecodesign vom Bundesumweltministerium verliehen. 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