Home » Presseinformationen » Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V. präsentiert auf der boot 2017 ihr Konzept gegen ‚Marine Littering’

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München-Garching / Düsseldorf, 09. Januar 2017 – Die gemeinnützige Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V. (OEOO) aus München ist in diesem Jahr auf der boot 2017, der weltweit größten Wassersportmesse in Düsseldorf, vertreten. Vom 21. bis 29. Januar präsentiert OEOO auf dem Gemeinschaftstand ‘Love Your Ocean’ (H04/C03) seine Strategie der maritimen Sammlung, Analyse und Verwertung von Plastikmüll. Vor Ort zu sehen ist der SEEHAMSTER, der kleinste Müllsammelkatamaran des Vereins und Vertreter des Konzepts der Maritimen Müllabfuhr.

Ende letzten Jahres wurde der 12 x 10 Meter große und knapp sechs Tonnen schwere Spezialkatamaran SEEKUH, das für den küstennahen Einsatz konzipierte Müllsammelschiff von OEOO, aus über 350 Einreichungen für den Bundespreis ecodesign 2016 des Bundesumweltministeriums nominiert. Der von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks verliehene Preis ist die höchste Auszeichnung für ökologisches Design in Deutschland.

Nicht ganz so groß ist dagegen der für Binnengewässer gebaute SEEHAMSTER, der in Düsseldorf auf dem Gemeinschaftstand ‘Love Your Ocean’ zu sehen sein wird. Aber auch er arbeitet wie die große Schwester nach dem Prinzip der “maritimen Müllabfuhr”. Entwickelt hat das Konzept Günther Bonin, der Gründer der Münchner Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V.. Dabei wird Plastikmüll von Spezialschiffen wie der SEEKUH aus den Gewässern gefischt und wiederverwertet.

Immer mehr Menschen erkennen in Plastikmüll eines der drängendsten Umweltprobleme der weltweiten Ozeane. Bereits heute befinden sich mehr als 140 Millionen Tonnen Plastik in den Meeren und jedes Jahr gelangen mindestens weitere 8 Millionen Tonnen hinzu. Bis zum Jahre 2050 werden mehr Plastikteile als Fische in den weltweiten Meeren schwimmen. Plastikmüll hat eine Lebensdauer von bis zu 450 Jahren und gelangt letztlich als Mikroplastik (kleinste Teilchen) durch die Nahrungsaufnahme der Fische auch in unsere Nahrungskette. Damit schadet Plastik in den Ozeanen nicht nur dem fragilen Ökosystem, sondern insbesondere auch uns Menschen.

Die SEEKUH ist das erste seetaugliche Forschungs-, Reinigungs- und Aufklärungsschiff und wurde als Arbeitsschiff DNV/GL-zugelassen (dem TÜV für Schiffe). Neben dem Müllsammeln sind Wasseranalysen an Bord ein weiterer wichtiger Aspekt. Mit der Sammlung und Analyse der Verschmutzungsdaten baut die Organisation eine Meeresmüll-Seekarte auf. Dazu werden Wasserproben auf Mikroplastik hin untersucht. Mit einem mobilen Spektrometer an Bord kann nicht nur der Verschmutzungsgrad durch Mikroplastik gemessen werden, sondern es lassen sich auch die Kunststoffarten analysieren.

Mitarbeiter des Vereines werden auf der boot 2017 die Analyse von Wasserproben auf Mikroplastik demonstrieren. Besucher können auch Wasserproben zur Analyse abgeben. Diese werden vor Ort analysiert (jeweils 21. – 23.1. und 28.-29.1). Optimal ist dabei eine Menge von etwa 20 Litern mit Angabe der GPS Position sowie des Probenahme Datums.

“Gerade Wassersportler bemerken die laufende Zunahme der Meeresverschmutzung mit Plastikmüll als erste. Umso mehr sollten all jene besonders daran interessiert sein, Lösungen gegen das drängende Umweltproblem des Plastikmülls und des Marine Littering zu finden und Konzepte wie unsere maritime Müllabfuhr zu unterstützen“, meint Günther Bonin, Gründer und Entrepreneur des Vereins One Earth – One Ocean e.V.. „Natürlich können ein paar SEEKÜHE nicht die Welt retten, aber je mehr Menschen sich mit dem Problem auseinandersetzen, umso mehr kommt hoffentlich in Bewegung. Für uns bietet die boot 2017 eine attraktive Plattform, öffentliche Aufmerksamkeit für unser Müllsammelkonzept zu bekommen und Nachahmer und Unterstützer zu gewinnen.“

 

One Earth – One Ocean e. V.

Die Umweltorganisation One Earth – OneOcean mit Sitz in München Garching hat das Ziel, Gewässer vom Plastikmüll, aber auch Öl und Schadstoffen zu befreien. Bereits heute schwimmen auf den Weltmeeren riesige Teppiche aus Plastikmüll, der größte davon im Pazifik ist so groß wie Mitteleuropa, d.h. wie Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Luxemburg, Ungarn und Tschechien zusammen. Schreitet die Verschmutzung im derzeitigen Tempo weiter voran, werden die Meere in wenigen Jahren vollständig vermüllt sein.

Gründer von One Earth – One Ocean (OEOO) ist Günther Bonin, 60, ehemals Inhaber einer IT-Firma und passionierter Segler. Seine Vision der „maritimen Müllabfuhr“ gliedert sich in mehrere Stufen: In einem ersten Schritt wird der Plastikmüll mit speziell von ihm entwickelten Geräten auf den Meeren eingesammelt, sortiert und zerkleinert. Trennung und Recycling des Mülls erfolgt an Land. In einer späteren Phase soll das gesammelte Plastik direkt an Bord von Tankern in Öl rückverwandelt werden. Aus einer Tonne Plastik lassen sich ca. 900 Liter Öl rückgewinnen. Seit 2015 hat Bonin sein IT-Unternehmen umgewidmet in eine AG zur Reinigung von Gewässern, um den Verein administrativ zu unterstützen.

Was wie die Utopie eines Idealisten klingt, nimmt mittlerweile konkrete Formen an. Mehr als 100 Unternehmen und Privatpersonen, darunter die Röchling Stiftung und die Deutsche Telekom AG, unterstützen das Projekt in unterschiedlicher Weise. Auch Thomas Hahn, der bei BMW Oracle das Siegerschiff des America’s Cup mitkonstruierte, unterstützt OEOO bei der Entwicklung der Müllschlucker-Schiffe. Im Frühjahr 2017 wird die erste SEEKUH ihre Arbeit aufnehmen.

2013 wurde One Earth – One Ocean e.V. für sein Konzept der Maritimen Müllabfuhr mit dem renommierten GreenTec Award 2013, Europas größtem Umwelt- und Wirtschaftspreis, ausgezeichnet. 2016 folgte die Nominierung für den Bundespreis ecodesign, der höchsten Auszeichnung für ökologisches Design in Deutschland.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.oneearth-oneocean.com oder auf der Facebook-Seite unter https://www.facebook.com/pages/One-Earth-One-Ocean/163573257046660

 

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Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V. präsentiert auf der boot 2017 ihr Konzept gegen ‚Marine Littering’

9. Januar 2017

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